Wichtige Heilpflanzen

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Über die verschiedenen Heilpflanzen kann man soviel schreiben, dass man ganze Regalwände damit füllen könnte. Eine ausführliche Beschreibung aller nützlichen Heilpflanzen sprengt daher den Rahmen dieses Buches ganz erheblich.

Daher werden hier nur zwölf  besonders nützliche Kräuter beschrieben, die den Vorteil haben, dass man sie fast überall kaufen kann. Außerdem eignen sich diese Kräuter auch für den Anbau im eigenen Garten, weil sie mit dem mitteleuropäischen Klima klarkommen. Einige dieser Kräuter kann man auch häufig in der freien Natur finden, beispielsweise Brennnessel oder Johanniskraut.

Wer mehr über Kräuter wissen will, kann sich beispielsweise auf den Webseiten www.heilkraeuter.de und www.heilkraeuter-hausapotheke.de (mit Buch) ausführlich informieren.

Baldrian

Der Baldrian hat zart-luftige rosa Blüten, die auf langen Stengeln im Wind wehen. Als Heilmittel werden jedoch vor allem die Wurzeln des Baldrians verwendet.

Die wichtigsten Wirkungen des Baldrians sind beruhigend, entspannend und krampflösend. So erklären sich auch die wichtigsten Anwendungsgebiete bei Schlafstörungen, Nervosität und Krämpfen.

Im Handel findet man den Baldrian meistens als Dragees, oft kombiniert mit Hopfen. Manchmal werden auch Tropfen angeboten. Als Tee wird der Baldrian eher selten angeboten, außer in Teemischungen.

Brennnessel

Die Brennnessel kennt fast jeder aus schmerzhafter Erfahrung, denn ihre Blätter bewirken einen schmerzhaften Ausschlag, wenn man mit ihnen in Kontakt kommt.

Als Heilmittel ist die Brennnessel jedoch sehr wertvoll, weil sie dem Körper hilft, Schadstoffe auszuscheiden. Außerdem enthält sie reichlich Vitamine und Eisen.

Gerne wird die Brennnessel im Rahmen einer Frühjahrskur verwendet, am liebsten mit frisch geernteten Blättern. Man kann ihre Blätter aber auch getrocknet im Handel finden.

Fenchel

Die wohlschmeckenden Samen des Fenchels sind sehr vielseitig in ihrer Heilwirkung. Der Hauptvorteil des Fenchels ist sein süßlicher Geschmack, der den meisten Menschen gut schmeckt.

Die wichtigste Wirkung des Fenchels ist die Krampflösung. Er wirkt jedoch außerdem antibakteriell, entspannend, schleimlösend und kräftigend. Dadurch ergeben sich als wichtigste Anwendungsgebiete für den Fenchel krampfartige Verdauungsbeschwerden und Husten.

Fenchelsamen bekommt man in fast jedem Supermarkt als Teebeutel. In Kräuterhandlungen und Apotheken findet man die Fenchelsamen auch lose. Viele fertige Teemischungen enthalten Fenchel wegen seines Geschmacks und der krampflösenden Wirkung.

Johanniskraut

Die gelben Blüten des Johanniskrautes erfreuen uns im Hochsommer an Wegrändern und sogar auf Schutthalden. Die Sonnenkraft des Sommers wird in den Blüten gleichsam in Wirkstoffe umgewandelt, um Licht und Wärme zu spenden, wo sie gebraucht werden.

Daher wirkt das Johanniskraut stimmungsaufhellend bei Depressionen. Außerdem hat es wärmende, krampflösende, entzündungshemmende und schmerzstillende Eigenschaften.

Man kann Johanniskraut also auch als Tee bei Verdauungsbeschwerden und als Johanniskrautöl zu Einreibung bei Rückenschmerzen einsetzen.

Kamille

Die Kamille ist der Tausendsassa unter den Heilpflanzen. Es gibt kaum eine Alltagserkrankung, die man nicht mit der Kamille behandeln kann.

Ihre Heilwirkungen reichen von antibakteriell über beruhigend, entzündungshemmend, krampflösend bis hin zu schmerzlindernd, um nur die wichtigsten zu nennen.

Sie eignet sich unter anderem zur Behandlung von Erkältungen, Magen-Darm-Beschwerden, Krämpfen, Schmerzen und Entzündungen aller Art.

Man kann fast sagen, dass man es im Zweifelsfall immer mit der Kamille versuchen kann.

Kamille als Teebeutel oder in loser Form sollte man immer im Haus haben.

Melisse

Wegen ihres zitronenartigen Aromas wird die Melisse auch Zitronenmelisse genannt. Optisch ähnelt sie ein wenig der Brennnessel und der Pfefferminze, mit der sie auch verwandt ist.

Die Melisse wirkt sanft beruhigend und entkrampfend, außerdem antibakteriell, pilzhemmend, virushemmend und schmerzstillend.

Dadurch ergibt sich neben ihrer Hautpanwendung gegen Nervosität und Schlafstörungen auch ein breites Anwendungsgebiet bei Infektionen, Erkältungen, Schmerzen und Wechseljahrsbeschwerden.

Melisse bekommt man in Apotheken und Kräuterläden. Man findet sie auch häufig in Teemischungen und als Namensgeber im Melissengeist.

Pfefferminze

Die würzige Pfefferminze wird wegen ihres frischen Geschmacks gerne als Haustee getrunken. Sie hat aber auch kräftige Heilwirkungen.

Ihre wichtigsten Heilwirkungen sind antibakteriell, beruhigend, entzündungshemmend, galletreibend, krampflösend und schmerzstillend.

Vielen Menschen hilft die Pfefferminze bei Verdauungsbeschwerden, andere vertragen jedoch ihre kräftigen ätherischen Öle nicht gut. Man muss also ausprobieren, ob man die Pfefferminze verträgt.

Pfefferminze erhält man als Teebeutel in fast jedem Supermarkt, außerdem in Kräuterläden und Apotheken. In vielen Teemischungen ist Pfefferminze enthalten, wegen ihres frischen Geschmacks.

Ringelblume

Die freundliche orangene Ringelblume sieht man in vielen Gärten, denn sie ist einfach anzubauen. Wenn man sie anfasst, merkt man schon am Duft und einer gewissen Klebrigkeit, dass sie voller Wirkstoffe ist.

Sie wirkt abschwellend, antibakteriell, entzündungshemmend, krampflösend und pilztötend.

Hauptsächlich wird die Ringelblume in Form von Salbe zur Behandlung entzündeter Haut eingesetzt. Man kann ihre Blüten jedoch auch als Tee trinken und damit Verdauungsbeschwerden behandeln.

Ringelblumensalbe bekommt man fast überall. Die getrockneten Blüten für Tee findet man in Kräuterläden und Apotheken.

Salbei

Der Salbei ist ein Verwandter der Pfefferminze, der mit seinen graugrün-silbrigen Blättern auch im Winter noch gut aussieht. Er bildet große Büsche, wenn er sich an seinem Standort wohl fühlt.

Die Blätter des Salbeis wirken adstringierend, antibakteriell, entzündungshemmend, milchhemmend und schweißhemmend.

Das wichtigste Anwendungsgebiet des Salbeis sind Halsschmerzen. Er hilft aber auch gegen übermäßiges Schwitzen.

Salbei findet man als Halsbonbons und Erkältungstees in Supermärkten, Kräuterläden und Apotheken.

Schafgarbe

Die Schafgarbe ist eine häufig vorkommende weißblühende Wiesenblume, die auch oft an Wegrändern zu finden ist.

Obwohl sie nicht sehr medizinisch riecht, hat sie ähnliche Heilwirkungen wie die Kamille und ist auch entsprechend vielseitig. Sie wirkt blutreinigend, blutstillend, entzündungshemmend, hormonausgleichend, krampflösend, gefäßtonisierend.

Ihre Hauptanwendungsgebiete sind Frauenbeschwerden und Hautkrankheiten, sie hilft aber auch bei vielen anderen Erkrankungen.

Schafgarbe ist häufig in Teemischungen zu finden, als Einzeltee meistens nur im Fachhandel.

Spitzwegerich

Der unscheinbare Spitzwegerich ist die Erste-Pflanze in der Natur. Wenn man sich unterwegs verletzt hat oder gestochen wurde, kann man die schmalen Blätter kurz kauen und auf die Wunde auflegen.

Spitzwegerich wirkt antibakteriell, adstringierend, blutreinigend, blutstillend, entzündungshemmend, harntreibend und schleimlösend.

Außer gegen Hautprobleme aller Art kann der Spitzwegerich auch bei Husten gute Dienste leisten.

Im Handel findet man den Spitzwegerich meistens als Hustensirup oder in Teemischungen. Als Einzeltee findet man ihn vorwiegend im Fachhandel.

Thymian

Der kräftig duftende Thymian ist vor allem als Küchengewürz bekannt. Doch er ist auch eine sehr vielseitige Heilpflanze.

Er hat sehr wichtige Heilwirkungen: anregend, antibiotisch, beruhigend, entzündungshemmend, krampflösend, schleimlösend und schmerzstillend.

Dadurch kann man ihn ähnlich umfassend einsetzen wie die Kamille, was in der Praxis aber kaum geschieht. Meistens wird der Thymian vor allem gegen Husten verwendet. Man kann ihn aber auch bei Verdauungsproblemen, Frauenbeschwerden und Hautproblemen aller Art einsetzen.

Als Heilpflanze wird Thymian manchmal als Sirup angeboten. Das Einzelkraut findet man vor allem im Gewürzregal. Das ist auch ein Vorteil, denn wenn man keine Heilpflanzen im Haus hat, kann man im Fall einer plötzlichen Krankheit bei den Gewürzen nach dem Thymian suchen.


 



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